Herzlich Willkommen an der Abteilung für Kardiologie!
Die Klinische Abteilung für Kardiologie an der Universitätsklinik für Innere Medizin II am Allgemeinen Krankenhaus Wien bietet die gesamten Leistungen der modernen Kardiologie. Wir können Patient:innen mit komplexen Erkrankungen des Herzens spezialisiert und mit interdisziplinären Behandlungsmethoden versorgen. Im Mittelpunkt steht der herzkranke Mensch, um dessen Genesung wir uns mit all unserer Kraft und nach aktuellstem Wissen bemühen.
Univ.-Prof. Dr. Christian Hengstenberg
Leiter der klinischen Abteilung für Kardiologie
Aktuelle Publikation unserer Abteilung:
Prognostic Thresholds of Tricuspid Regurgitation in Transthyretin Amyloid Cardiomyopathy
In dieser internationalen Multicenter-Kohortenstudie untersuchten Dr. Hauptmann und Kollegen im Top-Journal JAMA Cardiology die prognostische Bedeutung der Trikuspidalklappeninsuffizienz (TI) bei 1.124 Patient:innen mit neu diagnostizierter Transthyretin-Amyloid-Kardiomyopathie (ATTR-CM) aus acht europäischen Zentren. Mittels Spline-Analysen wurden krankheitsspezifische quantitative Schwellenwerte abgeleitet und extern validiert. Diese lagen deutlich unter den aktuellen Leitlinien-Grenzwerten und klassifizierten nahezu dreimal so viele Patient:innen als zumindest schwer (29,7 % vs. 11,6 %). Das daraus abgeleitete vierstufige Risikomodell blieb auch nach vollständiger Adjustierung unabhängig mit Mortalität und Herzinsuffizienz-Hospitalisierung assoziiert und zeigte eine überlegene prognostische Diskrimination gegenüber etablierten Graduierungsschemata. Die Ergebnisse sprechen für eine krankheitsspezifische TI-Graduierung bei ATTR-CM und ermöglichen eine verbesserte prognostische Risikostratifizierung bereits zum Zeitpunkt der Diagnose.
https://doi.org/10.1001/jamacardio.2026.3803
Atrial Functional Mitral Regurgitation: Effect of Phenotype Definition on Classification, Valve Features, and Prognosis
Die Definition der atrialen funktionellen Mitralinsuffizienz (AfMR) variiert erheblich zwischen publizierten Studien und Leitlinien. In dieser Arbeit untersuchten Dr. Koschatko und Kollegen im Top-Journal Journal of the American College of Cardiology wie 72 unterschiedliche Definitionen der AfMR Klassifikation, Klappenmorphologie und Prognose in einem Kollektiv von Herzinsuffizienzpatient:innen mit schwerer fMR beeinflussen. Es zeigte sich eine erhebliche Schwankungsbreite hinsichtlich Prävalenz (2–62 %), Klappenmorphologie und Mortalitätsrisiko, sodass ähnliche Definitionen oft unterschiedliche Patientengruppen erfassten. Sowohl die JACC- als auch die ESC-Definition waren mit deutlich erhöhter Mortalität gegenüber moderater fMR assoziiert, nach Adjustierung auf traditionelle Risikofaktoren blieb jedoch nur die JACC-Definition signifikant. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer einheitlichen, klinisch robusten AfMR-Definition für eine verlässliche Klassifikation und Therapieentscheidung im Herzinsuffizienzspektrum.